TIERSCHUTZ

TierschutzIm Laufe seines Lebens isst jeder Deutsche durchschnittlich 4 Rinder, 46 Schweine und 945 Hühner; hinzu kommen unzählige weitere Fische, Kaninchen, Puten oder Gänse. Insgesamt sind das 1094 Tiere. Mit dem Fleischrechner kannst du herausfinden, wie viel Tiere das in deinem Fall wären, indem du dein Geburtsdatum eingibst.

In einer Welt, in der die Fleischburger einzeln verpackt über den Ladentisch gehen und den Kindern Wurst in Form von lustigen Gesichtern angeboten wird, geht der Bezug zum Tier und damit zum Ursprung vieler Nahrungsmittel mehr und mehr verloren. Durch die Anonymität der Produkte und die Unkenntlichmachung ihres Ursprungs gibt es kaum mehr eine Beziehung zu den Tieren, die in unserer Gesellschaft als „Nutztiere“ gehalten werden.

Also nicht vergessen: Jeder Tag ohne Fleischverzehr hilft, Tierleben zu retten.

Die industrielle Fleischproduktion

In der industriellen Fleischproduktion werden die Tiere in engen Käfiganlagen gehalten, in denen sie oftmals nicht einmal genügend Platz haben, um sich hinzulegen oder umzudrehen. So können sie ihren natürlichen Verhaltensweisen nicht nachkommen. Der Bewegungsmangel macht die Tiere krankheitsanfällig, weshalb sie neben dem Mastfutter auch regelmäßig Medikamente erhalten. Oft entwickeln die Tiere auch Verhaltensstörungen wie zum Beipiel Hennen, die auf engem Raum zusammen leben und vor Stress anfangen, sich gegenseitig anzugreifen.

Auch vor ihrer Tötung erleiden die Tiere viele Schmerzen, beispielsweise bei der Kastration oder der Enthornung von Rindern. Hinzu kommen stunden- oder sogar tagelange Transporte, häufig über Ländergrenzen hinaus, bei denen die Tiere enormem Stress ausgesetzt sind.

Vor der Schlachtung werden sdie Tiere mittels Bolzenschussapparaten, Elektroschocks oder Kohlendioxid-Begasung betäubt, anschließend wird ihnen die Kehle durchgeschnitten. Im Durchschnitt erreichen „Nutztiere“ wie Hühner oder Kaninchen nur einen Bruchteil ihrer natürlichen Lebenserwartung, da sie im Alter von einigen Wochen oder wenigen Monaten geschlachtet werden. Ein Fleischrind lebt maximal zwei Jahre, eine Milchkuh wird nach ungefähr vier bis fünf Jahren geschlachtet. Männliche Küken werden sogar sofort nach dem Schlüpfen getötet, weil sie für die Produktion von Eiern unbrauchbar sind.

Was kannst du dagegen machen?

cow-pasture-animal-almabtriebDas klingt ziemlich schrecklich, oder? Aber wir alle können etwas dagegen tun – denn schon ein bisschen weniger Fleischkonsum hilft dabei, Tierleid zu verringern. Sogar, wenn du nur einen Tag in der Woche auf Fleisch verzichtest, kannst du in deinem Leben 156 Tiere retten. Und um so weniger Fleisch du isst, desto mehr Tiere rettest du.

Auch die Bedingungen der Tierhaltung spielt eine große Rolle. Es gibt verschiedene Tierschutz-Siegel, die bessere Lebensumstände für die Tiere sichern. Bei der biologischen Tierhaltung werden ebenfalls höhere Standards eingehalten. Achte doch einfach mal beim nächsten Kauf darauf. Lies mehr zu den Vorteilen von Bio-Fleisch…