KANUTRAUM DASLAND (SCHWEDEN)

Paddeltour auf dem Stora Gla hackpad.com_gJku6u6LomE_p.467946_1454183654541_P1010641

Eine zweiwöchige Kanutour durch Dalsland. Hier in Westschweden wartet ein Paddel-Paradies der Extraklasse, mit Wasserwegen auf rund 600 Quadratkilometern. Klein-Kanada in Nordeuropa! Zwei Wochen Trapperleben und Natur pur.
 
Alles, was wir brauchen, ist im Canadier verstaut. Je nach Laune wird der Tag gestaltet. Paddeln, Schwimmen, den Tag genießen. Abend für Abend suchen wir uns einen geeigneten Lagerplatz. Die 2-Personen-Trekkingzelte schlagen wir auf, wo es uns gefällt.
 
Die schwedischen Ranger, die in dieser Region auf die Naturschutzbestimmungen achten, haben schöne Rastplätze für Kanuwanderer errichtet. Dieser Teil Schwedens ist auf Grund der hervorragenden Infrastruktur, mit Feuerstellen, Schutzhütten und Trockentoiletten, das bekannteste und beliebteste Kanurevier im Norden. 
 
Tourcharakter
Diese Touren wenden sich an Menschen, die Spaß an einer Herausforderung und an Teamarbeit haben. Menschen mit Unternehmungsgeist, die darauf gespannt sind, was sie hinter der Biegung des Flusses oder am Horizont des Sees erwartet.
Für Anfänger gut geeignet. Die Tourenbegleiter zeigen, wie man paddelt. 
Aus ökologischen Gründen, und weil wir nur in kleinen Gruppen unterwegs sein möchten, nehmen wir auf unseren Kanutouren grundsätzlich nicht mehr als 11 Teilnehmer mit. Das Erlebnis in einer kleinen Gruppe ist intensiver und häufig schließt man Freundschaften fürs Leben. Man ist auf einer solchen Tour aufeinander angewiesen und jeder muss seinen Teil zum Gelingen beitragen. Für Eigenbrötler sind diese Touren nicht geeignet.
Sämtliche Ausrüstung, vom Kanu bis zum Klappspaten, vom Häring bis zum Hordentopf, ist im Reisepreis enthalten. Man muss nur persönliche Dinge, wie Bekleidung, Schlafsack und Isomatte mitbringen. Und natürlich etwas Enthusiasmus.
Die Gruppe kocht gemeinsam. An einem Dreibein hängen wir den großen Hordentopf und den Wasserkessel über das Lagerfeuer. Außerdem hat jede Gruppe mehrere Spirituskocher dabei. Diese perfekten Wildnis-Kocher erlauben eine feine Outdoorküche. Die Lebensmittel und eine umfangreiche Auswahl an Gewürzen stehen zur Verfügung.
 
Leistungen
Busanreise und Fährüberfahrten (Puttgarden-Rödby, Helsingör-Helsingborg), Kanu-Ausrüstung, Trekkingzelte, Koch- und Essgeschirr, Lebensmittel für Vollverpflegung, wasserdichte Tonnen und Säcke, Camping- und Rangergebühren, anfallende Schleusengebühren, Tourenbegleitung
 
17.06. – 03.07.16
24.06. – 10.07.16
01.07. – 17.07.16
15.07. – 31.07.16
29.07. – 14.08.16
12.08. – 28.08.16
26.08. – 11.09.16
02.09. – 18.09.16
 
Preis: 829 Euro pro Person
Mindestalter: 18 Jahre
Abfahrtsorte: Münster (14:00), Bremen (16:30), Hamburg (18:30)
Teilnehmer: Min. 4, max. 11 Pers.
 
Sollte die Mindesteilnehmerzahl ausnahmsweise nicht erreicht werden oder eine Tour ausgebucht sein, können wir fast immer eine Alternative anbieten.
 
Auszüge aus dem Reisetagebuch einer Teilnehmerin:
 
Samstag: Der Campingplatz ist ein Traum aus leicht zum See abfallender Wiese, Birkenstämmchen, wilden Lupinen, Seeuferböschungen voll mit Blumen und Gräsern und einfach typisch schwedisch!
Mittags machen wir eine erste Probefahrt mit den Kanus. Inzwischen ist aus vereinzelten blauen Himmelsflecken ein strahlender Himmel voller weißer Wattewölkchen geworden.
Endloser schwedischer Sommer. Um 23.30 Uhr noch Zeitung lesen am Seeufer der bewaldeten, kleinen Insel, um 3 Uhr wird es schon wieder hell für den neuen Tag.
 
Sonntag: Hinein in die Einfahrt des Bufjorden. Biber sehen wir keine, aber es liegt silbernes Geglitzer auf dem See und die glatt geschliffenen Felsen am Ufer sind voller Blumen. Winzige Felsen mit zwei oder drei Bäumchen ragen aus dem Wasser wie Walrücken. Strahlende Sonne, Schilf am Ufer, Gefühl von “weit weg”.
Gepaddelt ca. 7 Stunden, 15 km. Abends Lagerfeuer, viel Gelächter, gute Stimmung, heißer Tee, die nassen Schuhe werden auf Stöcke gespießt und am Feuer getrocknet, viele Witze gerissen. Feuerholz hacken für morgen früh, noch mehr Steinzeitfeeling, die Axt wird geschwungen. Auf jeden Fall ist jeder so beschäftigt mit Holz holen, Tee kochen, Sachen trocknen, dass man nach diesen 1-2 Tagen schon total weit weg ist von der normalen Welt zuhause.
 
Dienstag: Wir fahren Richtung Norden, weiter in den Västra Silen hinein. Vorbei an wunderbaren Felsen voller dicker, weißer Moospolster und schilfbestandenen Ufern kommen wir zu unserem Traumcamp auf der “perfekten Insel”. Ein Traum mit vorgelagerten flachen Felsen, abgestuft und moosbewachsen, vielen Birken, einem gut gemauerten Feuerplatz und vor allem einer Schutzunterkunft und genügend Feuerholz.
 
Mittwoch: Wie sich das Zeitgefühl verändert – ich habe das Gefühl, schon ewig hier zu sein.
 
Freitag: Nach Rührei mit Speck und frischen Pfifferlingen paddeln wir den Västra Silen hoch, holen uns an der Schleuse die gestern reservierten vier Lachsforellen, große, gut geräucherte Fische, und schauen zu, wie ein großes weißes Motorboot durch die Schleuse fährt. Sowas ist hier ein Ereignis, ein entspannender Urlaub mit kleinen Erlebnissen, wie Fische kaufen, Schleuse gucken, Heidelbeeren sammeln.
 
Das Gefühl hier ist eine ständige Mischung aus Robinson, Chingatchgook und Winnetou, Trapper im Wilden Westen Kanadas, dann wieder Steinzeitmenschen. Ich habe gelernt, die Annehmlichkeiten der Zivilisation ganz anders zu schätzen. Hier ist nichts selbstverständlich, und dementsprechend kreisen die Gedanken um elementare Bedürfnisse: satt sein (viel Fett und Kalorien), warm sein (Feuer lebenswichtig). Die Probleme der Zivilisation, Sorgen, Grübeleien, jeglicher Gedanke an Büro, zuhause, sind völlig ausgelöscht. Es geht darum, das Feuer in Gang, das Zelt und den Schlafsack trocken zu halten. Selbst Hygiene und Aussehen werden zweitrangig. Also habe ich gelernt, Feuer anzumachen, Holz zu suchen, mit dem Taschenmesser Dosen aufzumachen, ohne Tisch- und Küchenwerkzeuge Mahlzeiten zuzubereiten, auf eine so genannte Trockentoilette zu gehen, fettiges Geschirr ohne Spülmittel abzuwaschen, -zig Kilometer bei Wellen zu paddeln ohne Pause, anzulegen, richtig im Boot zu knien, Brot über dem Feuer zu backen. Und noch ein paar Kleinigkeiten, die schwer zu formulieren sind.